Übersichtskarte

Eine Woche von Chch nach Welly

Samstag, 29.04.2017

Kia Ora,

jetzt habe ich lange nix mehr von mir hören lassen. Nachdem ich in Christchurch angekommen war, lies ich es erstmal ruhig angehen. Ich war ganz glücklich, wieder meine Freunde, Hans und Cherie, um mich zu haben und die zwei liebenswerten Hunde und die Katze. Die Tage flossen so vor sich hin und in den 4 Wochen wo ich dort war hatte ich auch zwei Job-Gespräche und hab alle in Frage kommenden Firmen dort abgegrast. Es lief nicht so schlecht aber ein Job ist leider nicht dabei rumgekommen.
Während ich dort war, habe ich auch wieder ein paar Tagesausflüge gemacht unter anderem Richtung Arthurs Pass, zum Castle Hill. Der Tag war herrlich und die Landschaft wunderschön. Witzigerweise befand sich eine Bekannte „vom Berg“ (Skiseason 2015 Whakapapa/Ruapehu) zur gleichen Zeit wie ich in Chch, sodass wir uns ein paar Mal auf einen Kaffee getroffen haben und auch an einem Tag zusammen nach Hanmer Springs gefahren sind. Dort haben wir einen kleinen Walk gemacht, haben lecker indisch Mittag gegessen und sind danach in die Hot Pools. An einem anderen sonnigen Sonntag habe ich einen Ausflug nach Lyttelton gemacht, zum Govenors Bay, Orton Bradley Park und Diamond Harbour.

Castle Hill Lama Lookout :D Orton Bradley Park Diamond Harbour Edurene und ich in Hanmer Springs Toby und Moggi abendliche Routine göttlich Kuri Toby

Nun bin ich seit knapp einer Woche wieder on Tour Richtung Wellington, wo ich meine Jobsuche fortsetzen werde. Dort kann ich bei Siru, meiner Zimmergenossin „vom Berg“, haha, unterkommen. Bzw. im Haus ihrer zukünftigen Schwiegermutter. Das ist also erstmal geritzt.

Letzte Woche Samstag habe ich mich also wieder mal von meinen guten Freunden in Chch verabschieden müssen. Das Wetter war Bombe angesagt, sodass ich nicht direkt nach Welly hoch bin, sondern die Zeit noch mal zum Reisen genutzt habe. Die sogenannte Shoulder Season ist nicht zu unterschätzen.
Auf dem Weg Richtung Murchison habe ich dem Hanmer Forest nochmal einen Besuch abgestattet. Hier wurde ich auch das erste Mal von der neuseeländischen Polizei angehalten… :D… darauf hatte ich ja schon lange mal gehofft.

Im Hostel „Lazy Cow“ angekommen buchte ich spontan eine Hütte auf dem Heaphy Track, einem Great Walk im Kahurangi National Park an der Nordküste der Südinsel. Der Track geht normalerweise über 4-5 Tage und führt von Golden Bay Richtung Karamea an der Westküste. Da ich eh nochmal Richtung Abel Tasman, Golden Bay wollte, bot sich das an. Ich fuhr also Sonntagmorgen aus Murchison los und verbrachte den Mittag und frühen Nachmittag in Marahau, am Eingang zum Abel Tasman. Es war schön, wieder dort zu sein. Es war vergleichsweise ruhig und sehr friedlich dadurch. Danach bin ich dann noch nach Takaka gefahren und hab den Tag dort ausklingen lassen. Der nächste Morgen begann wieder wunderbar sonnig und ich machte mich auf den Weg, um noch ein paar Buchten rund um Takaka zu erkunden. Ich muss sagen, dass diese Ecke Neuseelands für mich mit die Schönste ist. Man könnte allein Wochen nur dort oben verbringen, in den Sounds, den zwei Nationalparks, Marlborough….einfach herrlich. Da ich diesen sonnigen Tag noch nichts vorhatte entschloss ich mich, einen Reitausflug zu machen. Das war super schön. Ich verbrachte fast 4 h damit. Es war alles sehr familiär und entspannt. Erst gab es ein nettes Gespräch, dann wurden die Pferde von der Koppel geholt, geputzt (wie sagt man das bei Pferden, haha^^), gesattelt und los ging‘s. Ich hatte ein ganz liebes Pferd, Song, und ich hatte auch das erste Mal das Gefühl, dass ich „Kontrolle“ über ein Pferd habe und ich nicht einfach nur drauf sitze. Das war toll. So ritten wir also durch recht steiles und matschiges Terrain Richtung Strand. Dort angekommen übten wir Kurvenreiten und sowas. Das hat gefetzt :)…und die Kulisse war sowieso der Hammer. Als es wieder zurückging, mussten wir nen recht steilen Berg hoch, sodass man aus dem Sattel gehen musste und sich an der Mähne festhielt damit das Pferd den Rücken frei hatte. Echt Wahnsinn, hat wirklich Spaß gemacht. Jetzt noch das Schwert schwingen lernen und die Karriere als Stuntfrau ist geritzt ;)
Später an diesem Tag bin ich dann weiter nach Collingwood gefahren, wo ich wieder einmal in einem sehr netten Hostel war. Die obligatorische Schokolade aus Rosy Glows Chocolate Shop musste natürlich wieder probiert werden und dann saß ich bei absoluter Windstille am Strand. Später am Abend packte ich dann meinem Backpack für meinen kleinen Ausflug auf den Heaphy-Track.

Hanmer Forst es wird kalt... Abel Tasman Takaka Hill Song Collingwood

Bevor ich den Track startete musste ich noch eine Weile eine Gravelroad bis zum Ende fahren. Zwischendrin hielt ich nochmal an, um mir die Salisbury Falls anzuschauen…Wobei mich hier nicht unbedingt die Wasserfälle hinlockten als vielmehr die Tatsache, dass hier eine Szene aus dem Hobbit gedreht wurde :D
Doch dann gegen halb 10 startete ich den Track… er war weniger steil als ich dachte und so ging es die nächsten 5 Stunden gemächlich durch den Busch nach oben. Dabei entdeckte ich den kleinen grünen Vogel, der wie ein Tui klingt… verrückt. Man könnte meinen man hört einen Tui, schaut man dann hoch sieht man den kleinen grünen Fratz. Nunja…dann kamen plötzlich zwei Wekas auf mich zugerannt, als würden sie ein Wettrennen veranstalten. Die waren ganz verwirrt, dass ich Ihnen den Weg versperrte und entschlossen sich in letzter Sekunde doch noch ins Unterholz zu verschwinden aus dem sie auch gekommen waren.
Nach ein paar Pausen und 17,5 Km kam ich dann gegen 15 Uhr an der Perry Saddle Hut an.
Diese war  auch komplett ausgebucht, sogar 3 Camper waren draussen. Nach ein paar netten Gesprächen und warmen Abendbrot waren die Meisten gegen 8 im Bett, ich auch.
Am nächsten Morgen ging ich noch etwa 3 Km in die Richtung des fortlaufenden Tracks zu den Gouland Downs und drehte dann um Richtung Auto. Das waren dann knapp 41 Km in zwei Tagen. Das habe ich dann gestern und auch heute noch in den Beinen gemerkt, aber es hat sich gelohnt! Gestern kam ich in Picton an und hab bei sonnigem und warmen Wetter noch nen Walk zum Snout Head gemacht. Dabei habe ich festgestellt, dass der gelb blühende Ginsterbusch wunderschön duftet. Das war mir neu :)

Wer errät welche Szene ich meine, bekommt ne Sonderpostkarte aus NZ :D Salisbury Falls Rastplatz   Baum mit schwarzer Rinde   Mt. Inaccessable

ZEine Japanerin mit Ihrer Kiwi Tochter, die ich dort kennengelernt habe Perry Saddle Hüttenleben :) Gouland Downs schmacht Ginster so weit das Auge sieht Snout Head

Jetzt sitze ich mit Blick auf den Fährenterminal gediegen im Luxuszimmer, es war nix mehr frei sonst, und genieße den ungewohnten Umstand. Es ist eine interessante Stimmung, das rege Treiben rund um die Ferry zu beobachten. Aber jetzt knurrt der Magen langsam… auf bald!

 

Iris

Queenstown - Routeburn Track - Tekapo

Samstag, 25.03.2017

Queenstown – Routeburn Track

Nachdem ich wieder einmal die Crown Range mit dem Auto hinunter bin, konnte ich nicht widerstehen und bin zunächst wieder Richtung Bungy Brücke gefahren und habe mir das Treiben dort angesehen. Es ist einfach ein toller Ort mit dem Fluss und den Farben dort. Neben dem Bungy kann man nun auch per Flying Fox über den Kawarau River düsen… das Geld spare ich mir dann doch aber lieber für den richtigen Gaudi auf: The Luge!
Letztes Mal verpasste ich es, die Gondel in Queenstown zu nehmen… Doch diesmal gönnte ich mir das ganze Programm: Gondola Fahrt und 6 Luge Rides!
Die Fahrt mit der Gondel war wenig spektakulär dafür umso ulkiger, da ich sie ganz für mich allein hatte. Alle wollten ihre Privatgondel, ob Gruppe, Pärchen oder Einzelpersonen… unten am Einstieg hat das niemanden gekratzt, obwohl es eine lange Schlange gab. Auf der Skipiste gibt’s so ein Kikifax nicht, aber nunja…so hatte ich wie gesagt eine Solo Kabine…auch ok.
Nun aber zum wichtigen Teil: The Luge… Ich dachte an eine Art Sommerrodelbahn, was es auch war nur auf Beton und die Schlitten sind auch etwas anders, siehe Bilder. Es hat unglaublich Spaß gemacht da runter zu düsen und mit einem kleinen Sessellift ging es wieder nach oben. Ein guter Spaß! :)

ausgeklügeltes System, wei auch die Schlitten wieder mit hoch transportiert werden

Sonntagabend kam ich dann bis Mittwoch wieder bei meinen Freunden am Lake Hayes unter. Der Ausblick war herrlich und das Wetter größtenteils auch. Ich war die meiste Zeit dort und habe, obwohl sie es erst nicht wollten, wieder einiges im Garten geholfen. Unter anderem meine erste Kartoffelernte. Die zwei sind wirklich goldig und mit ihren über 80 Jahren noch immer sehr aktiv und fit. Ich hoffe sie bleiben es noch eine ganze Weile! Frisch aufgetankt mit Nestwärme gings Mittwoch für mich ins schon lang vorgebuchte Hostel, weil am nächsten Tag früh der Routeburn Track startete…

Das Wetter hätte besser nicht sein können und so begann der erste Tag, Donnerstag, sonnig und warm. Treffpunkt war um 8 Uhr am Shuttlebus. Dieser fuhr dann über Glenorchy zum Start des Tracks…Diese Strecke hatte ich vor 2 Jahren so ähnlich schon selbst im Auto zurückgelegt aber in der Morgenstimmung in einem geländegängigen Bus war das nochmal eine Steigerung. Noch schnell einen Cappuccino gegönnt beim stopover in Glenorchy und los gings. Der erste Tag waren etwa 11 Km glaube ich und sehr easy. Selbst mit großem Backpack und etwas Steigung war das mehr als machbar. Wahrscheinlich hatte ich jetzt aber einfach auch schon etwas Training und nach Taranaki und Roys Peak hätte mich eh nichts mehr schocken können. Die Strecke führte hauptsächlich durch Wald, was es noch angenehmer machte, denn die Sonne war doch schon recht stark. Nach einer Mittagspause an der Routeburn Flats Hut ging es noch etwa 1 ½ nach oben zur Routeburn Falls Hut, welche mein Ziel für diesen Tag war. Dort angekommen, etwa gegen 2, konnte man erstmal sein Nachtlager beziehen. Die Hütte war relativ groß und mit 48 Betten ausgestattet. (Alle 48 belegt und das jeden Tag für die gesamte Saison. Ich hatte  6-9 Monate vorher gebucht… )Die Küche war angenehm groß und die sanitären Anlagen auch. Es gab Gasherde und fließend Wasser. Licht gab es nur in der Küche bis 22 Uhr abends…ungewohnter Luxus eigentlich. Durch die Kochmöglichkeiten und dem ausreichend gepacktem Proviant hatte ich nicht das Gefühl, etwas entbehren zu müssen. Das war beim Abel Tasman Coasttrack ganz anders. Da hatte ich stärker rationiert. Trotzdem habe ich das gepäckmäßig beschwerlicher in Erinnerung…aber ich denke die Strecken waren dort auch länger, weil flacher.
Zurück zur Hütte: Jeder der Hütten auf diesem Track hat einen ansässigen DOC Ranger der nebenan sein Häuschen hat. Dieser ist u.a. für die Instandhaltung des Tracks zuständig, die Sauberkeit der Hütte, usw… In beiden Hütten gab es abends einen sogenannten „Hut-Talk“. Dieser fiel sehr unterschiedlich aus, war aber immer unterhaltsam und informativ zugleich. Es wurden Informationen über den Track selbst gegeben, das Wetter wurde besprochen, eine sehr wichtige Komponente auf diesem Track: Bis dato gab es seit Oktober wohl nur 15 Sonnentage auf der Milford Seite…wir hatten wirklich Glück! Der Routeburn Track ist auch der einzige Track, der durch zwei Nationalparks führt: Milford NP und Mount Aspiring NP.
Zurück zum Track selbst. Für den zweiten Tag war die Wettervorhersage nicht sehr gut, kaum zu glauben, da der erste Tag so wunderschön war!... Ich schlich also nachts immer mal raus und überprüfte, ob ich den Sternenhimmel noch sehen kann…sah alles gut aus und ich verließ mich auf mein inneres Gefühl, dass es so krass schon nicht umschlagen wird…und so war es dann auch zum Glück. Pure Sonne bis zum Harris Saddle, dem höchsten Punkt auf etwa 1200m…recht niedrig vergleichsweise aber doch schon von der Vegetation und dem Wetter sehr alpin. Früh gegen 4:30 fingen die ersten Leute an, Unruhe zu verbreiten und zu packen… die Sonne sollte erst gegen kurz nach 7 aufgehen….nunja… Dank zwei extremer Schnarcher war die Nacht für die Meisten in der Hütte eh recht kurz gewesen…Ich könnte mich jetzt an dieser Stelle über gewisse kulturelle Eigenheiten in der Verhaltensweise in solchen Hütten auslassen, aber das spare ich mir und überlasse Euch die Fantasie und die eigene Erfahrung. Haha.
In der Zwischenzeit hatte ich mich mit ein paar Leuten angefreundet und wir starteten an dem Tag gemeinsam und kamen auch halbwegs gemeinsam bei der zweiten Hütte an. Die Highlights am zweiten Tag waren zu sehen, wie die aufgehende Sonne langsam das hochgelegene Tal beschien, der Harris Saddle und die Wolken, die uns auf der Milford Seite entgegenkamen. Diese krochen teilweise krallenartig schräg den Hang hoch. Ein interessantes Schauspiel. Da wir eine Weile auf Wolkenhöhe liefen, waren wir mal in, mal über den Wolken…dementsprechend oft musste man sich umziehen… aber es war ja genug Zeit. Diesen Abschnitt hätte ich ungern in windigem oder nassem Wetter zurückgelegt. Man ist teilweise extrem nah am Abgrund gelaufen und die Wege sind ja nicht gerade  super ausgebaut… Dazu noch der große Rucksack… ich war ehrlich gesagt ganz froh, als dieser Abschnitt vorbei war. Wäre man dort abgerutscht wäre Überleben ein Wunder gewesen.
Nach diesem Teil überquerten wir dann den Berg und konnten von ganz oben schon die zweite Hütte sehen. Von dort aus dauerte der Abstieg aber noch etwa 1 ½ Stunden. Auf ungefähr der halben Strecke war eine Art Gedenkstein der drei Toten gewidmet war. 2 Kindern und einem jungen Mann, der erst letztes Jahr im Winter dort umgekommen sein muss. Hätte ich gewusst, wie viele Menschen am Taranaki schon gestorben sind…nunja… Aber man schaut sich das Wetter ja schon an vorher, obwohl es natürlich schnell umschlagen kann… Soviel dazu.
In der zweiten Hütte war ich die Erste die ankam! So sicherte ich uns schon mal die besten Betten und wusch mich und ein paar Sachen…die Sonne schien immer noch auch wenn es wolkiger war und deutlich kälter. Man hatte zwar nicht wirklich was zu tun aber wir haben dann einfach gequatscht und in der Sonne gesessen. Nach und nach kamen dann die anderen und die Letzten bekamen die Betten, die alle in einer Reihe nebeneinander waren… diese Freude hatte ich beim Abel Tasman schon mal und war froh diesmal ein Doppelstockbett erwischt zu haben. Das ist deutlich angenehmer. In dieser Nacht gab es auch keine lauten Schnarcher, sodass wir eine lange und gute Nachtruhe hatten. Der Wetterbericht war dann doch nicht ganz falsch, doch zum Glück regnete sich die schwache Front komplett über die Nacht ab, sodass ich am nächsten Tag trockenen Fußes in den letzten Tag starten konnte.
Meine Freunde hatten noch eine weitere Hütte gebucht, welche allerdings nur 1 h vor dem Ende war und somit eigentlich nicht wirklich notwendig. Da ich den Key Summit noch sehen wollte, machte ich dann relativ früh los und verabschiedete mich von meinen neu gewonnenen Bekannten.
Kleiner Exkurs: Freedom vs. Guided Walking
Neben der Variante die Tracks auf eigene Faust zu meistern inkl. Hütten, Transport, Essen usw. gibt es auch die Möglichkeit, alles guided zu machen…zum 4fachen Preis dann aber etwa…den Backpack muss man aber trotzdem selbst tragen. Allerdings fällt das meiste an Gepäck weg, da Essen gestellt wird wie auch recht sicher die Schlafutensilien etc. So gab es also an dem Ort beider meiner Hütten jeweils noch eine Bonsenvariante dahinter. Größer und mit Helikopterlandeplatz. Neidisch war ich überhaupt nicht, denn wo ist denn der Spaß, wenn alles so mit Watte abgefedert ist…Zumal unsere Hütten fließend Wasser, Gaskochstellen und Licht hatten..was will man mehr…ah und auch Kamin!
Sowas Geführtes würde sich für mich nur lohnen, wenn es wirklich anspruchsvolles Terrain in sehr widrigen Verhältnissen wäre, wo man Anleitung braucht, weil man sonst evtl. nicht unbeschadet aus der Sache rauskommt ;)…und was noch dazu kommt: das soziale Miteinander/ die soziale Mischung ist sehr sicher auch etwas anders, wenn man freedom mit guided vergleicht.
So, wo war ich stehengeblieben? Achja, dritter Tag. Milford National Park… die Natur sah hier auf jeden Fall auch etwas anders aus und die obligatorischen Wasserfälle ließen nicht lange auf sich warten. Dieser Part war mit der Kürzeste und schon bald kam ich an der Howden Hut an…ab da war der Track gefühlt vorbei, weil hier sehr viele Leute waren, die nur Tageswanderungen unternahmen oder nur auf den Key Summit wollten, auf dem Weg zum Milford Sound… das Trackende liegt nämlich an der Straße zum Milford Sound und bietet deswegen einen guten Haltepunkt an. Der Key Summit hat sich nochmal gelohnt und ab da gings nur noch bergab Richtung Parkplatz. Die ganzen frisch geduschten, fitten Leute kamen einem entgegen und man selbst drei Tage ungeduscht aber glücklich, es geschafft zu haben. Es waren insgesamt nur 32 Km und daher war es eigentlich überhaupt nicht schwer aber es ging ja auch ums Genießen und die Naturerfahrung…Gewaltmärsche stehen bei mir nicht mehr auf der Liste ganz oben ;)… um 15 Uhr wurden wir dann vom Shuttle abgeholt und hatten eine sehr entspannte Fahrt zurück nach Queenstown. Es wurde sogar ein Film im Bus gezeigt: the worlds fastest indian. Echt zu empfehlen! Ein Kiwi Klassiker mit Anthony Hopkins in der Hauptrolle. Unglaublich wie er den Kiwi Akzent nachahmt!
Nach diesem tollen Erlebnis fiel ich am Abend dann frisch geduscht ins Bett und gönnte mir vorher noch Tim Tams und ein Ginger-Beer :)

Tag 1:

Fahrt nach Glenorchy   Routeburn Flats   Blick auf Falls Hut

Tag 2:

  Harris Saddle Lake Mackenzie Hut

Tag 3:

Kea  Key Summit  geschafft!

Am nächsten Tag fuhr ich zusammen mit Nick, einem Kiwi den ich kennengelernt hatte, hoch zum Remarkables Skifield. War sehr interessant mal ein anderes Skigebiet in NZ zu sehen, zudem im Sommer bzw. ohne Schnee. Wir sind dann hoch zum Lake Alta, einem Drehort vom HdR :)… Dort war es ziemlich entspannt und ein paar Kiwis kamen auch dort hin, um zu zelten.  Auf der Terrasse meines Hostels sah ich mir den Sonnenuntergang an, ein perfekter Abschluss für den QueenstownAbschnitt.

auf zum skiefield! Lake Hayes

Auf dem Weg nach Christchurch kam ich wieder am Mt. Cook vorbei und konnte ihn diesmal auch von der Ferne gut sehen und auch die Farben der Seen Pukaki und Tekapo kamen diesmal richtig gut zur Geltung, da die Sonne schien! Ich verbrachte diese Nacht auf einem CampingPlatz am Lake Gregor, bei Tekapo und konnte diesmal auch den krassen Sternenhimmel sehen, von dem immer alle schwärmen! Man konnte nicht nur die Milchstrasse, also das Weißliche, sehen sondern auch die schwarzen Flecken darin. Diese waren quasi dunkler als der Rest des Himmels. Kann man ganz schwer beschreiben. Es fühlte sich so an als würde man ganz tief in die Weite schauen, ins Universum…wirklich schwer in Worte zu fassen… Und was man auch sehen konnte, neben der länglichen Milchstrasse gab es noch zwei zusätzliche kleinere „weiße Wolken“. Das hab ich vorher auch noch nie gesehen. So cool!!!!!!!!!!!!
Der Sonnenaufgang am nächsten Tag war auch sehr schön und dann machte ich mich nach einem Abstecher in den Kiefernwald auf den Weg nach Chch… Kaum war ich 5 Km aus Tekapo heraus, brach das schlechte Wetter über mich herein und ich musste in Regen und Nebel 250 Km fahren. Entsprechend k.o. kam ich in Christchurch an, wurde aber von Kuri und Tobi freundlich begrüßt und natürlich auch von Hans und Cherie, meine Wwoofing Freunde, und seit dem bin ich jetzt hier und starte die Jobsuche!

Cromwell Mt. Cook Tekapo

Daher wird dies vermutlich erstmal der letzte halbwegs interessante Bericht sein :(… Falls sich irgendwas tut oder ich noch ein paar Tagesausflüge gesammelt habe, kommts hier rein!

Viele Liebe Grüße,

Iris

Westküste Kumara Junction bis Wanaka

Montag, 13.03.2017

Hokitika

Auf dem Weg nach Hokitika fuhr ich abermals durch Greymouth. Die Sonne schien und damit stieg die Vorfreude auf Hokitika. Ein nettes kleines Örtchen an der Westküste aber wie sich später herausstellte das Größte bis ganz nach unten nach Wanaka.
Dort sah ich mir die Hokitika Gorge Swingbridge inklusive türkisem Wasser an, daran schloss sich ein Jade Carving Kurs an. In einer kleinen Werkstatt lernten ich und drei andere das Schleifen von Jadesteinen. So suchten wir uns unseren Stein aus und die Form und fingen an, an den wasserumspülten Rädern zu schleifen. Wenn man es mit dem Finger anfasste merkte man gar nichts aber den Stein hat es trotzdem in Form geschliffen. So hatten wir dann in kürzester Zeit unser selbstgemachtes Souvenir, ein Farnblatt. Ist auf jeden Fall eine schöne Erinnerung und für mich persönlich auch besser als ein gekauftes Jade Souvenir.
Das Wetter wurde dann relativ schlecht und es regnete dann später in Strömen. Aber da war ich dann schon längst im neuen Hostel angekommen.

Hokitika Gorge

Franz Josef und Fox Glacier

Am nächsten Morgen klarte es auf und ich fuhr weiter Richtung Franz Josef Gletscher. Dort angekommen wurde man gleich angesprochen und versucht, für einen Gletscherflug zu begeistern. Generell muss ich sagen, dass dieser Teil der Westküste natürlich sehr schön ist aber viel zu touristisch für meinen Geschmack. Es gibt kein Entkommen und hinzu kommt diese geologische Lage. Wenn man Richtung Süden fährt sind links von einem die Berge und Gletscher und rechts das Meer. Dadurch entsteht gefühlt eine Art Enge, die ich persönlich etwas unangenehm fand. Hatte auch fast permanent leichte Kopfschmerzen dort, das kann Zufall sein aber ich denke es eigentlich nicht. Aber wieder zu den schönen Sachen… ich meckere grad auf sehr hohem Niveau, entschuldigt. ;)
In Franz Josef angekommen schaute ich mich erstmal kurz dort um. Sehr übersichtlich. Der Ort besteht quasi nur aus Unterkünften, Restaurants/Bars und Aktivitäten. Kann man sich vorstellen. Ich fuhr dann direkt zum Gletscher und sah ihn zu Fuß an. Da es wolkig war konnte man nur den unteren Teil sehen, es war aber durch das etwas trübe Wetter eine ganz interessante Stimmung. Was in Franz Josef und später Fox etwas gewöhnungsbedürftig war, sind die ständig über einen hinweg fliegenden Helikopter. In einem dieser sollte ich am nächsten Tag auch sitzen…
Der ursprünglich geplante Flug um 11 Uhr wurde gestrichen, weil sich der Franz Josef immer weiter zuzog. Um 13 Uhr konnten wir dann aber starten, allerdings direkt zum Fox, weil der Franz Josef gar keine Sicht und damit Flüge zuließ. Ich konnte am Fenster sitzen und war ganz gespannt ob es wohl sehr wackelig in einem Helikopter sein würde, gar nicht….außer bei den Drehungen, da merkte man schon etwas die wirkenden Fliegkräfte. Wir flogen also im Tal zum Fox Glacier rüber und von dort aus dann hoch… auch dort waren etwas Wolken aber nur eine dünne Schicht, sodass man unterhalb etwas sehen konnte und auch oberhalb. Als wir die Wolken nach oben hin durchbrachen tat sich die wunderschöne Gletscherspitze, das Plateau auf. Es war herrlicher Sonnenschein und schneller als ich gucken konnte, landeten wir auch schon in diesem krassen Panorama. Es waren insgesamt drei Helikopter und alle ließen die Passagiere raus und die Helikoptermotoren liefen natürlich weiter. Das war schon ein krasses Gefühl, dort oben sein zu können wo man sonst nicht hinkommen könnte aus eigener Kraft und wie wunderschön es anzusehen ist. Nach einem kurzen Gänsehautmoment fing ich dann an wie wild zu fotografieren und Videos zu machen. Es war so troubelig und der Zeitplan eng, sodass kaum Zeit blieb, dass alles wirklich richtig aufzusaugen. Aber es war wirklich toll, hätte ich mir nicht so gut vorgestellt. Am selben Tag war ich dann noch zu reduzierten Preisen in den Hot Pools. War in Ordnung und da das Wetter eh schlecht war auch eine gute Option.
Am nächsten Tag fuhr ich dann Weiter zum Fox Glacier, vorher mit einem Abstecher zum Lake Matheson. Einem See, in dem sich bei klarem Wetter das SüdalpenPanorama spiegelt…hüstel…nunja. Man kann nicht immer Glück haben und Mt. Cook hatte ich ja vor zwei Jahren schon ausgiebig bestaunen dürfen. Ich fuhr dann nach Fox und zum zweiten Gletscher, den ich ja schon mit dem Helikopter sehen konnte. Der Walk zum Terminal Face war allerdings deutlich schöner und interessanter als beim Franz Josef. Allein die Straße zum Carpark bietet ein unerwartetes Panorama. Ich kann diesen Gletscher auf jeden Fall empfehlen, es ist auch weniger voll. Ich nächtigte dann noch eine Nacht dort und am nächsten Tag ging es dann Richtung Haast Pass.

bitte keine Dronen :) Franz Josef Am Morgen des Helifluges - Franz Josef noch sichtbar crazy!!!   Fox Plateau Fox...Tal Terminal Face Lake Matheson

Haast - Wanaka

Durch die Fahrt nach Süden wurde das Wetter schlagartig besser und ich konnte endlich wieder die Sonne sehen :)  Der erste Stopp war an einer Lachsfarm, wo ich natürlich ein Lachssandwich aß und mir noch einen Kaffee gönnte. Es folgten an dem Tag noch weitere Walks durch Sumpfland, Strand, zu Wasserfällen und zu diversen Lookouts. Das Highlight war der Haast Lookout Track direkt auf dem Pass. Niemand außer mir war hier, wahrscheinlich weil der Track ziemlich steil war aber dafür lohnenswert! Kurz nach dem Pass kam ich dann auf dem Campground für diese Nacht an, der eine super Sicht auf die Berge freigab! Es war zwar extrem windig/stürmisch aber das hielt die verdammten sandflies etwas zurück…
Am nächsten Morgen wurde ich geweckt von einem riesen Reisebus, der gegen 8 schon die ersten Touristen „ausschüttete“…. Die Aussicht hier war wirklich schön aber es fühlt sich etwas so an als würde jemand morgens ungefragt dein Schlafzimmer betreten :)

Jetzt bin ich seit 3 Tagen in Wanaka und genieße es sehr. Das Wetter war/ist bombe und man kann sogar baden gehen, obwohl der See wirklich kalt ist. Ich sitze grad am Strand und schaue auf den See und das dahinter befindliche Bergpanorama… die Menschen die hier wohnen haben es echt gut.
Gestern habe ich dann das gute Wetter genutzt und hab den Roys Peak bestiegen auf etwa 1600m. Das war auch sehr anstrengend aber die Wege nicht wirklich steil und gut geformt. Daher simpel im Vergleich zum Taranaki. Es hat insgesamt 6h gedauert. Auf der Spitze hatte man ein tolles Panorama und es ging überhaupt kein Wind… ich hätte also keine meiner Jacken gebraucht…nunja. Gegen 12 Uhr begann ich den Abstieg und je näher ich dem Tal kam desto krasser fand ich die Tatsache wieviele Menschen es offenbar für eine gute Idee halten bei der Glut in der Mittagshitze erst aufzusteigen…eigenartig. ;) Danach war ich entsprechend k.o und bin noch schnell in den See gehüpft bevor ich mich im Hostel zum Nachmittagsschlaf begab. Trotz Mütze hatte ich doch ne krasse Portion Sonne abbekommen.
Heute war ich auf einer Open Air Veranstaltung, die sich mit Farmerprodukten und ähnlichem beschäftigt. Es wurden Autos, Boote, Traktoren vorgestellt. Springreitturniere fanden statt. Ziegen, Kühe und andere Tiere wurden prämiert usw…. ein very Kiwi thing to do :)
Am besten fand ich die Dog Trails. Dort mussten Schäfer mit Ihren Hunden jeweils 3 Schafe durch einen Parcours leiten. Das gelang einigen sehr gut bei anderen büchsten die Schafe in alle Richtungen aus. Ein witziges Schauspiel!

Morgen geht’s dann wieder mal nach Queenstown und ab Sonntag/Montag bin ich auf Kurzbesuch bei dem netten älteren Pärchen am Lake Hayes, wo ich vor zwei Jahren schon mal war. Donnerstag beginnt dann der lang ersehnte Routeburn Track :)

  Knights Point Haast Lookout Track Eugen - Campground Aufstieg Roys Peak Shearing sheeps Dog Trail

P.S.: Wer sich fragt, warum ich nie etwas über die Jobsuche schreibe dem sei gesagt, dass ich damit Ende März in Christchurch anfange…haha :)

 

Liebe Grüße,

Iris

 

 

Nordinsel - Südinsel

Donnerstag, 02.03.2017

New Plymouth – Taranki

Wie geplant konnte ich am nächsten Tag nochmal eine Runde surfen… Surfboard hat sogar ins Auto gepasst und ab damit zum Strand. Das nenne ich mal gediegen ;)
Am selben Tag habe ich zu Fuß noch etwas die Stadt erkundet, einen großen Park und einen dort befindlichen kostenlosen Zoo.
Hätte ich gewusst wie anstrengend der kommende Tag werden würde, hätte ich meine Füße und Beine mehr geschont…nunja…

Zoo

Taranaki Summit Climb

Am nächsten Tag stand ich um 6 Uhr auf und machte mich auf Richtung Berg. Nun konnte ich ihn auch endlich sehen, wo er doch die Tage davor immer unter Wolken war. Wirklich imposant und eigentlich hätte mir dieser Anblick doch reichen können aber nun war ich einmal so früh aufgestanden und hatte alles dabei, sodass es keine Ausrede zum Umkehren gab.
Da es wie der Name schon sagt eine Gipfelbesteigung war, ging es stetig steil bergauf. Anfänglich noch auf einer Gravelroad, später über Treppen, Geröll und die letzten 2 Stunden musste man nur Felsen hinauf klettern. Das Ziel war da schon in Sicht aber man brauchte ewig für diesen letzten Abschnitt. Zwischenzeitlich hatte ich das starke Bedürfnis umzukehren aber aufgeben kam dann doch nicht in Frage… fast ganz oben angekommen ging es über eine Eisfläche und dann nochmal bergauf. Der Ausblick oben war durch die Wolken etwas beschränkt aber trotzdem klasse. Mein Highlight war die Sicht zum Ruapehu und Tongariro Massiv. Hatte ich in meiner Skisaison doch immer den umgekehrten Blick….vom Skihang auf den Taranaki. Das war unglaublich schön.
Nach über 5h war ich dann oben und konnte die Aussicht und Pause aber nur kurz genießen, weil mir der Abstieg noch im Nacken saß. Dieser war fast schlimmer als der Aufstieg und es forderte mir einiges ab. Meine Beine waren Wackelpudding und ich konnte kaum noch gehen…haha, wirklich wahr.
Auf 6,3 Km gab es eine Steigung von 1600 Höhenmetern… so viel dazu. Nochmal würde ich es nicht machen aber es hat sich gelohnt und ich bin sehr froh, es geschafft zu haben.

Taranaki

Ruapehu!!! Eisfeld Surf Highway

Palmerston North – Otaki Forks – Wellington

Die Tage drauf konnte ich nicht gut laufen, sodass ich eher fuhr und es locker angehen ließ. Ich kam an eine schöne Küste und einen Zeltplatz auf dem Häschen umher hoppelten. Am nächsten Tag war ich in Palmerston North im Rugby Museum. Das war ganz spannend, vor allem die Sport Zone, wo man verschiedene Disziplinen wie Sprint, Tackeln und Schultern drücken üben und seine Leistung messen konnte. Danach machte ich noch einen netten Spaziergang und fuhr dann Richtung Otaki Forks, einem Waldgebiet. Die Gravelroad war vom feinsten aber der Zeltplatz inmitten der Natur umso schöner. Wären die verfluchten Grillen nicht gewesen, könnte man es sogar sehr gut aushalten aber zum Glück schlafen die nachts auch :)

Bevor ich am nächsten Tag nach Wellington fuhr machte ich in dem Gebiet noch einen obligatorischen Walk und fuhr danach an den Strand an der Kapiti Coast.
Danach ging es dann zu Siru, meiner Zimmergenossin vom Berg. Sie wohnt in Wellington zusammen mit ihrem Freund im Haus der Schwiegermama… Das Haus selber und der Ausblick waren einfach nur der Hammer! Dort nächtigte ich dann für zwei Tage und hatte mein eigenes Zimmer und super Essen. Außerdem konnten Siru und ich wieder Zeit miteinander verbringen, waren draußen mit dem Hund, essen bei Burgerfuel und einen Gruselfilm schauen. Perfekt! :) Das Wochenende dort hab ich sehr genossen und in froh in Wellington so gute Freunde zu haben und eine Basis zu der ich immer zurückkommen könnte. Diese Kiwis, einfach toll!

...prepare Otaki Forks Kapiti Coast Siru und Ich in Wellington

Pelorus Bridge – Nelson – Murchison – Buller

Montagmorgen um 8 ging es dann rüber auf die Südinsel. Nach einem kurzen Zwischenstopp im wundervollen Picton ging es gleich weiter nach Pelorus Bridge, einem Campground. Dort gab es massig an sandflies aber man war direkt am Fluss. Dort lieh ich mir einen Wasserreifen aus und ließ mich durch den Fluss treiben… Dort wurden auch die legendären Szenen aus dem Hobbit gedreht, wo die Zwerge mit den Fässern fliehen…Jeah, dort bin ich also auch lang, allerdings waren die Stromschnellen wesentlich langsamer bei mir…

Am nächsten Tag fuhr ich wieder etwas weiter rein in die Sounds aber die sandflies machten mich so kirre, sodass ich sogar meinen einen Minion Flip Flop vergessen haben muss… Das fiel mir aber erst auf, als ich in Nelson ankam… Auf dem Weg dorthin hatte ich auch durch einen Truck zwei cracks in der Windschutzscheibe bekommen… es war nicht mein Tag, so schien es. Aber was soll ich sagen: AA got me covered :) … ich habe doch tatsächlich in meiner Versicherung Glass cover drin und musste somit für die Reparatur nix zahlen. Ich war begeistert. Neue Flip Flops hab ich auch… all sweet.
Bin dann noch weiter Richtung Murchison und hab dann in einem netten Farmhostel übernachtet. Dort hatte ich das Zimmer für mich und abends hab ich mit einem englischen älteren Paar abwechselnd Platten für den Plattenspieler aufgelegt.

Heute bin ich dann weiter Richtung Westküste und konnte das heiß ersehnte Buller Gorge Jet Boating mitmachen, was mir das letzte Mal nicht vergönnt war. Das Wetter hätte nicht besser sein können und so sind wir in dem wunderschönen Fluss herumgedüst und haben Spins gemacht und sind bis zu 80km/h gefahren. Es war einfach nur traumhaft dieses wilde, naturbelassene Paradies auf diesem Weg zu erforschen. Nach dieser Aufregung habe ich dann in dem kleinen Städtchen Reefton eine Pause eingelegt, habe lecker gegessen und noch etwas über Kohlminen usw. erfahren…Es gibt also Kohle in NZ! (Insider …haha)

Gerade sitze ich im Auto auf einem Zeltplatz am Nelson Creek, sehr beschaulich…morgen früh noch etwas die Gegend erkunden und dann geht’s weiter Richtung Hokitika!

Okiwi Bay

Buller Swingbridge Blick vom Farmstay Reefton Fantail Race wilde Westküste...love it

Waiheke - Piha - Huntly - Otorohanga - arriving Taranaki

Montag, 20.02.2017

Hi liebe Blogfans :) haha

Heute bin ich in New Plymouth angekommen und bleibe jetzt hier 3 Nächte, sodass ich auch Zeit finde, einen neuen Blogeintrag zu schreiben.
Ich gehe am besten chronologisch vor:

Waiheke:
Wie schon im letzten Post erwähnt, war es dort, wie überall auf der Nordinsel zu diesem Zeitpunkt, nass. Ein Regengebiet hatte sich über die ganze Insel verteilt und hielt sich  energisch...es verfolgte mich ehrlich gesagt auch, aber dazu später.
Waiheke liegt als Insel außerhalb von Auckland und ist mit einer 40 minütigen Fährfahrt zu erreichen. Dort haben die Reichen ihren Zweitwohnsitz und es wohnen auch einige Leute richtig dort glaube ich... da ich nur zu Fuß unterwegs war, kann ichs schwer abschätzen. Es hat wie gesagt nur geregnet aber mit der richtigen Kleidung konnte man auch draussen ein wenig die Gegend erkunden und den Strand, der auch trüb ganz schön aussah. Vielleicht sieht Waiheke in Sonnenlicht besser aus, aber von den Socken gehauen hat es mich nicht.

Waiheke Hafen Strand Onetangi mehr Strand Überfahrt

Piha:

Umso schöner war Piha, ein kleines (Surfer)Dorf westlich von Auckland an der Küste in einem Nationalpark Gebiet. Die Unterkunft dort war unglaublich schön, sehr großzügig und direkt am Farnald gelegen, einfach herrlich. Am nächsten Tag hatte ich eine Surfeinheit gebucht. Das war ziemlich cool! Der Lehrer sieht eben doch wo wie Fehler sind und korrigiert, wobei einem viele Dinge selbst gar nicht auffallen. Mit etwas Hilfe konnten wir uns schon surfbereit aufs Board stellen, während es uns hielt und ließ uns dann in die Welle los, sodass man mal ein Gefühl dafür bekommt, wie sich surfen eigentlich anfühlt. Es war ein riesen Spaß und beim letzten Versuch habe ich es sogar geschafft bis ganz an den Strand zu surfen ohne runter zu fallen. Super Gefühl :)… Das eigene aufstehen schaffe ich leider immer noch nicht, aber das will ich morgen, falls es sich ergibt, nochmal in Eigenregie und ohne Druck üben…. Es ist wie das Bockspringen…alles Kopfsache… Klar, Balance, aber die Überwindung sich aus dem Liegen in den Stand zu bringen ist noch krasser, für mich zumindest.

Farnwald großzügiges Areal im Backpacker here I go... Piha Beach ...wieder mal... :) Huntly Camp

Huntly - Otorohanga


Danach für ich dann Richtung Hamilton und stoppte kurz vorher in einem netten CampingPlatz am See für die Nacht. Über Nacht fing es wieder an, heftig zu Regnen und hörte bis zum nächsten Tag gegen Mittag nicht mehr auf. Just als am Kiwi House in Otorohanga ankam, kam die Sonne endlich mal wieder raus. Hier gelang mir, was ich in dem letzten Jahr NZ nicht schaffte…ich habe einen Kiwi gesehen…und nicht nur einen, sondern gleich mehrere verschiedene. Es gab sogar eine Kiwi Fütterung. Diese war sehr unterhaltsam, da die Kiwidame schon 22 Jahre alt war und den Pfleger bestens kannte und keine Angst hatte. Im Gegenteil, sobald sie ihn hörte stürmte sie auf ihn zu und versuchte, in seinen Gummistiefel zu klettern. Als er das Gehege wieder verließ, waren laute Kiwi Laute zu hören (meine Interpretation: sie war traurig, dass er sie schon wieder allein ließ) Danach kam der Pfleger raus und erzählte uns von Kiwis allgemein, währenddessen konnte man im Gehege das illustre Treiben beobachten, denn wie betagte Leute so sind, gibt es Routinen, die oft wiederholt werden. So rannte die Kiwidame mehrfach einen bestimmten Weg ab und das war wirklich unglaublich putzig anzusehen.
Nach diesem Ausflug lagen die Waitomo Caves auf meiner Strecke. Dort angekommen überlegte ich spontan, das Black Water Rafting zu machen, es war aber nur noch die 5 Uhr Tour frei und ich wollte nicht so lange dort warten, zumal da nichts in der Nähe ist. So fuhr ich weiter und wollte eigentlich nach Mokau, an der Küste gelegen auf dem Weg zum Taranaki. Aus diesem Plan wurde leider nichts, da der Highway dorthin gesperrt war. Es gab einen Unfall und man hätte 4h warten müssen. So entschied ich mich für einen anderen Weg, den Forgotten World Highway…und ja…es war genauso wie es sich anhört!
Der Anfang der Strecke war noch recht malerisch, weil auch die Sonne noch schien, aber die Strasse war nicht sehr gut ausgebaut und extrem kurvig, bergig. Nach einem schon langen Tag wurde es zunehmend anstrengend, sich auf alles zu konzentrieren. Man kam unglaublich langsam voran und das Wetter wurde extrem schlecht. Es regnete wie aus Gießkannen und das auch noch auf dem Teil der Strecke, der als Gravelroad gekennzeichnet war… So sah man wenigstens alle Schlaglöcher aber ausweichen war nicht immer möglich. Außerdem lagen Felsbrocken und Baumteile auf der Strecke… Es war gelinde gesagt, nicht mehr feierlich. Als dann endlich die betonierte Strecke wieder anfing, war ich extrem erleichtert. Eugen hat alles brav mitgemacht. Da ich aber erst die Hälfte dieses Highways hinter mir hatte, war ich glücklich als ich mein Camp erreichte, wo ich angenehmerweise der einzige Gast war. Die Sicht von dort oben war sehr schön.

Blick von Unterkunft...Forgotten Worl HW again vergessene Welt Eugen...ganz brav

Arriving Taranaki:

Von dort fuhr ich dann heute morgen gegen 9 Uhr Richtung Stratford und weiter zum Taranaki. Noch hüllt er sich in Wolken aber in den nächsten drei Tagen, werde ich ihn sicher nochmal in voller Pracht sehen können. Heute habe ich mich mit einen paar Walks unterhalb der Baum- und Gebüschgrenze zufrieden gegeben. Die nächsten zwei Tage würd ich gern nochmal surfen und weiter den Berg erkunden. To be continued!

  Taranaki Umgebung   New Plymouth Strand

 

Erste Erlebnisse

Mittwoch, 15.02.2017

Hallo Ihr Lieben!

Nun schaffe ich es, Euch einen kurzen Abriss meiner bisherigen Erlebnisse zu schildern.
Der Flug über Korea nach Auckland lief reibungslos bzw. turbulenzfrei. Als ich es wagte auf dem ersten Teil der Strecke, eine Fensterklappe hochzuschieben und auf das wunderschöne und unendliche Eis in Russland zu schauen konnte ich danach eine Weile gar nichts mehr sehen, weil ich massiv geblendet wurde...Ich frage mich, was die Piloten machen...Sonnenbrille tragen?

In Auckland angekommen, brach die tropische Wärme über mich ein und mein Körper wusste gar nicht, wie er damit jetzt umgehen soll.
Ansich ist das Wetter recht wechselhaft und schwankt zwischen frisch und unerträglich warm...sehr seltsam, selbst für NZ. Der diesjährige Sommer soll wohl angeblich der Schlimmste seit langem sein, na dann kanns ja nur noch besser werden! :)

An der Passkontrolle hatte ich völlig übermüdet natürlich grandios vergessen, mein Visum vorzulegen, in der Annahme, dass die das automatisch eingeblendet bekommen, wenn der Pass gescannt wird...Dem war nicht so und zack, hatte ich nur den Standard 3 Monate Stempel drin...
Das konnte ich dann später, nach der Biosecurity Control, nochmal grade richten lassen.
Bordercontrol vom feinsten....leider keine Kameras zu diesem Zeitpunkt. haha

Den Jetlag fühle ich jetzt nach 3 Tagen immer noch aber es geht langsam.
Die ersten Tage ich Auckland habe ich gut genutzt und habe jetzt "Eugen" als neuen Wegbegleiter...möge er mir treue Dienste leisten...

Eugen

Heute habe ich noch ein paar organisatorische Dinge erledigt und bin dann auf Waiheke Island übergesetzt. Das Wetter war heute so gut, dass ich mir nen Sonnenbrand geholt habe....unglaublich.
jetzt regnet es sich grad ein und ich bin gespannt ob es morgen auch so sein wird. Falls ja, entspanne ich einfach im Hostel in der Natur. Das ist ok.;)

Freitag gehts zurück aufs Festland und dann weiter Richtung Taranaki.

Jetzt muss ich mir aber mal Essen machen.

Achso: Jeder der gerne up to date sein will und eine Benachrichtigungen über neue Blogeinträge haben will, bitte kurze Nachricht mit der Mailadresse an mich und ich richte es ein.

 

Liebe Grüße,

Iris

 

Der Countdown geht wieder los--- Knapp 6 Wochen

Mittwoch, 04.01.2017

Hallo liebe Blog-Gemeinde,

 

für die, die es noch nicht wissen: Es geht für mich nach einem Jahr in Arbeit und über 16 Monaten Deutschland wieder runter auf die Südhalbkugel!

Getreu dem Motto: same procedure as 2014...

 

Obwohl nicht ganz, die Planungen sind zwar sehr ähnlich aber das Ziel ist diesmal ein anderes. Ich werde für 6 Monate mit einem Besuchervisum einreisen und versuchen vor Ort, einen Job, optimalerweise mit Studienbezug, zu finden.

Dabei werde ich vermutlich wieder das ein oder andere Foto posten oder Geschichten zu berichten haben, an denen ich Euch gern teilhaben lassen würde...

 

stay tuned.

Mt. Ruapehu - Whakapapa

Montag, 24.08.2015

Dies wird vermutlich mein letzter Blogeintrag werden den ich in Neuseeland verfasse…Die Zeitspanne von einem Jahr, die mir anfänglich so unglaublich lang erschien, neigt sich nun dem Ende entgegen. Ich arbeite seit knapp 2 Monaten im Skigebiet Whakapapa am Mt. Ruapehu, einem aktiven Vulkan. Die Skigebiete in NZ sind sehr verschieden von denen in Österreich. Hier muss man immer erstmal einen Berg hinauf fahren mit dem Auto, um an den Lift zu gelangen. Gondeln aus dem Tal und die damit einhergehenden Talabfahrten sind hier leider nicht drin. Dafür ist das Terrain sehr steinig, jede Menge steile Kliffe sind zu beachten und generell kann man davon ausgehen, dass schwarze Pisten immer Off-Piste sind und nicht von der Pistenraupe besucht. Daher ist es trotz der geringen Größe des Öfteren eine Herausforderung, hier Ski zu fahren, vor allem wenn die Sicht mal wieder unter 20m fällt. Generell sind Wetter und Wind unvorhersehbar und  der Berg ist an einigen Tagen auch komplett geschlossen oder nur die Beginner Area ist geöffnet. Anfänglich hielt ich das für übertrieben, aber wenn man einmal bei schlechter Sicht knapp an einem steilen Abhang vorbeigekommen ist, kann man das besser verstehen.

Mal was anderes ausprobieren Sicht vom Top-Café  Staff Ski nach 5 Skifahren am Schicksalsberg...

Die Arbeit die ich hier verrichte ist hauptsächlich an der Kasse stehen, Tische säubern und Kaffee machen an einer Barista Maschine… Der Kaffeepart macht mir am meisten Spaß, ist es doch die größte Herausforderung. Ich habe das Glück momentan 2 Tage Kaffee machen zu können im Café im Beginner Bereich und die anderen 3 Tage arbeite ich im Café ganz oben auf dem Berg, was es mir ermöglicht nach der Arbeit die letzte Abfahrt zu nehmen…Ich starte auch erst 10 Uhr was mir die besten 2 Stunden des Tages auf der Piste beschert J… Man muss jede Gelegenheit zum Skifahren nutzen, denn die Zeit verfliegt hier rasch. Heute hatten wir den mit Abstand anstrengendsten Tag… Es waren über 5000 Leute auf dem Berg und dementsprechend voll war es im Café… Irgendwann fällt es schwer freundlich zu bleiben, wenn man bis halb 4 immer noch keine Mittagspause hatte… Es ist auf jeden Fall gut, mal die andere Seite kennenzulernen. Als Belohnung gab es dann ein Bier und ab damit auf die Pistenraupe, die uns den Berg runterbringt… Sowas gibt’s eben nur im Skigebiet :)

Ich bin sehr dankbar, dass ich an diesem Berg meine letzten Wochen in Neuseeland verbringen darf… Die Mitarbeiter sind alle super toll und aus allen Herren Ländern… Das meiste sind wie ich seasonal worker und daher ist das Durchschnittsalter auch entsprechend niedrig. Das Sozialleben ist folglich ziemlich alkohollastig ;)

Ich fliege in etwa einem Monat zurück und kanns noch gar nicht ganz glauben. Ich freue mich natürlich, weil ich viele Sachen hier vermisse…andernteils hat man Land und Leute ins Herz geschlossen und es fällt schwer, dass alles zu verlassen.

Am Ende bleiben viele Erinnerungen und Eindrücke, die mich mein Leben lang begleiten werden…

Kaikoura – Picton – Hastings – Taupo

Donnerstag, 18.06.2015

 Nachdem ich mich schweren Herzens ein zweites Mal von meinen Freunden in Christchurch verabschieden musste, ging die Reise weiter nach Kaikoura. Dieses kleine Städtchen an der Ostküste der Südinsel hat einen tollen Charme… Der konnte mich an diesem Abend aber nur schwer von meinem „Verlust“ ablenken… Getreu eines Sprichwortes, welches aus meiner Lieblingsgeschichte stammte, die ich als Kind immer auf Schallplatte hören wollte, sagte ich mir: Der Morgen ist klüger als der Abend.

Und so war es auch. Am nächsten Tag bei bestem Wetter machte ich mich auf, die Kaikoura Peninsula zu umrunden…Auf diesem Rundweg trifft man auf Robben, die am Wegesrand chillen. Ich lief nichts ahnend den Weg entlang und plötzlich lag unter mir eine kleine graue Wurst, eine Babyrobbe wie sich herausstellte. Die Tiere sind an die Menschen gewöhnt und deswegen auch nicht ängstlich…eher im Gegenteil, wenn sie genervt sind und man sich nähert fauchen sie einen an, sodass man selbst bei den Kleinen Schiss bekommt ;) Der Rundweg selbst ist sehr schön angelegt und man hat einen super Ausblick, der letzte Teil führt durch ein kleines Wäldchen… Das ist das Schöne an Neuseeland. Man ist doch immer wieder fasziniert und wird nicht müde der tollen Landschaften.

Am nächsten Tag ging es dann 8:30 Uhr zum Dolphin Swim… Wieder mal über das Internet günstiger bekommen und jeden Cent wert. Nach einer gefühlten Ewigkeit in der Umkleide: Wetsuit (Hose und Jacke), Handschuhe, Füßlinge, Kopf- und Nackenmaske… und natürlich Schnorchel + Brille und Flossen…ja, ich glaub das wars. So ausgerüstet gings auf Schiff… Zunächst sah es nicht so gut aus mit den Delfinen…Wir sahen ein paar Wasservögel, Robben und Albatrosse. Als das Spähflugzeug dann Meldung machte, eine große Ansammlung der Dusky Dolphins in einer 45 minütigen Entfernung gesichtet zu haben, fuhren wir dort hin. Auf dieser Fahrt ging es allen Teilnehmern ähnlich (alle zwischen 20-30 Jahre übrigens). Der Kampf gegen Übelkeit und die Kälte… Als wir dann endlich die Delfine sahen, war das alles vergessen. Kaum im Wasser, die Kälte spürte man dank Neopren oder Adrenalin, oder beides, gar nicht, waren mehrere Delfine unter mir im Wasser…. Es waren wohl an die 250 insgesamt… Man sagte uns, um die Aufmerksamkeit der Delfine zu bekommen, soll man singen und mit ihnen im Kreis schwimmen soweit das geht…Beides machte ich dann unermüdlich. Es war eine krasse Erfahrung muss ich sagen… Es ist schon etwas ganz anderes diese unter Wasser zu sehen und sie in Greifnähe zu haben als sie „nur“ vom Schiff zu sehen. Diese Tiere waren so wendig, sodass selbst wenn sie einem entgegen schwammen immer auswichen und nicht ansatzweise berührten… Wenn man etwas im Wasser spürte, war es immer ein anderer Mensch. Da es so viele Delfine waren und diese auch immer wieder zurück in unsere Richtung schwammen, war man eig. immer von Ihnen umringt. Man konnte sogar ab und zu dieses berühmte Quietschen hören, natürlich nur unter Wasser und wenn man genau hin hörte. Jeder Delfin hatte hier und da Schrammen und Narben oder auch eine halbe Flosse… Sie waren alle unterschiedlich… Am schönsten waren die Momente, wo ich das Gefühl hatte, dass ich das Interesse des Delfins geweckt hatte und er mich ansah und mit mir schwamm bzw. sich dachte, was macht das schwarze, singende, kreiselnde Ding da. Man dringt ja quasi in den Lebensraum dieser Wildtiere ein und unsere Truppe kann sich mehr als glücklich schätzen, dass die Delfine so interessiert und in Hüpflaune zeigten. Von all diesen Eindrücken übermannt merkte ich gar nicht, wie anstrengend das Ganze war. Auf dem Boot waren alle dann fix und fertig und auch die Übelkeit wurde bei einigen durch das kreiseln und schwimmen aufm Ozean nicht besser. Zum Glück waren die Neoprenanzüge komplett schwimmend, ansonsten wäre es wohl auch zu risikoreich mit 14 Leuten im Wasser den Überblick zu behalten. Auf dem Weg zurück sahen wir sogar noch einen kleinen Wal. Es war wirklich eine unvergessliche Erfahrung mit diesen wilden Delfinen schwimmen zu dürfen.

Am selben Tag fuhr ich dann nach Picton, Auf dem Weg dorthin ist direkt am Highway 1 eine kleine Robbenkolonie am Wasserfall… Dort sind die ganz Kleinen, um schwimmen zu lernen. Das war total herrlich zu beobachten.

In Picton wurde ich ganz wehmütig, dass ich die Südinsel nach nun fast 4 Monaten wieder verlassen musste. Es war eine ganz besondere Zeit dort. Der starke Seegang der Fähre und mit der Delfin Tour noch in den Knochen, war die Überfahrt eine gute Ablenkung. Am selben Tag ging ich in Wellington nochmal ins Te papa und sah mir die Sonderausstellung zu Gallipoli an. Dort haben Weta Workshops die großen Figuren, die unglaublich real aussehen, angefertigt. Selten eine so gute Ausstellung gesehen! Nach einer Nacht in Wellington fuhr ich dann wieder zurück nach Hastings. JEAH :)

byebye südinsel

Zurück im Orange House verbringe ich hier nun noch ein paar Tage mit TKD und Besuchen von Freunden, bis es dann nach Taupo und dann an den Berg geht.

 

Liebe Grüße,

Iris

Invercargill ­– Stewart Island – Catlins – Dunedin

Dienstag, 09.06.2015

Auf der Fahrt aus den Sounds nach Invercargill sah ich nach Wochen endlich mal wieder die wilde Westküste mit ihren langen Sandstränden… nur, dass es jetzt deutlich kälter war. Als eingefleischter Monkey Island Fan (Adventure-PC-Spiel, für die Unwissenden ;) ) musste ich natürlich auch gleichnamige Insel besuchen, die auf dem Weg lag…Leider waren weit und breit keine Affen auszumachen, wahrscheinlich halten sie schon Winterschlaf. (Ja, ich kann auch ironisch sein.)

Ich weiß nicht, ob es die Voreingenommenheit war oder ob Invercargill tatsächlich so unattraktiv ist…jedenfalls hielt es mich dort nicht lange und ich entschied spontan, Harry zu folgen… leider eine Woche zu spät… Prinz Harry besuchte Stewart Island… und ich tat es ihm gleich. Stewart Island ist quasi die dritte Insel Neuseelands ganz am südlichen Zipfel… Da die Fähre genauso teuer war wie das Flugzeug, fiel meine Wahl natürlich auf die Propeller Maschine. Das war eine Erfahrung für sich. Es war ein holpriger Flug, aber die Sicht war toll und ein weiterer unvergesslicher Eindruck entstanden. Auf der Insel gelandet, wurde ich vom Hostelwwoofer abgeholt und blieb dort für 3 Nächte. Ich war zwar der einzige Gast aber 3 Wwoofer lebten ebenfalls dort und ein Stammgast, sodass abends immer Gesellschaft da war. Ein Mädel, was dort wwoofte, hatte ich sogar schon mal in den Marlborough Sounds getroffen…NZ ist ein Dorf. In meinen zwei vollen Tagen, die ich dort hatte, beging ich einen Teil des Rakiura Track, wieder ein Great Walk, und alle anderen kürzeren Wanderwege, die man in einem Tag erreichen konnte. Das Wetter wechselte fast minütlich aber größtenteils war Sonne und man konnte die Natur genießen… Einen Kiwi sah ich leider nicht aber gehört habe ich ihn… Ein Kaka hat uns jeden Morgen auf der Terrasse besucht…Der Blick vom Frühstückstisch auf den Sonnenaufgang über dem Meer war ein weiteres Highlight.

KaKa nope...

Zurück auf der Südinsel fuhr ich entlang der Southern Scenic Route in die Catlins. Dort konnte ich den NZ Sea Lion sehen und versuchte auch mein Glück beim „penguin watching“…dieser erste Versuch war aber leider nicht von Erfolg gekrönt und ich musste mich durchgefroren am Feuer wieder aufwärmen. Da das Wetter sehr wechselhaft war und auch extrem kalt, fuhr ich die Catlins in 2 Tagen ab und hielt nur ab und zu an, um mir Wasserfälle anzusehen oder anderweitig kurze Spaziergänge zu machen.

nope... Sea Lion

Nach einer sehr kalten Nacht in Milton kam ich endlich in Dunedin an, in Hogwarts…einem Hostel, wo ich 6 Nächte verbrachte. Dunedin ist eine sehr schöne Stadt mit schönen alten Häusern, die schottisch anmuten. Ich verbrachte meine Tage mit der kulinarischen Erkundung Dunedins. Außerdem nahm ich an einer Führung durch die Schokoladenfabrik teil und einer Führung durch die Brauerei…jeweils mit Verkostung :) Des Weiteren habe ich so ziemlich alle großen Museen in Dunedin gesehen und auch die steilste Straße der Welt habe ich besucht…allerdings zu Fuß. Odoline dankt es mir. ;)

Als das Wetter besser wurde, machte ich einen Tagestrip auf die Otago Peninsula. Es sah dort super schön aus und ich hatte wieder eine Begegnung mit einem Sea Lion...allerdings war dieser auf Krawall gebürstet, fauchte mich an und robbte auf mich zu…dann flitzte ich zurück aber er wollte bloß ins Wasser, sodass ich danach gefahrlos den Strand passieren konnte…nur um dann wieder mal keine Pingus zu sehen. Fairerweise muss man sagen, dass es die denkbar ungünstigste Zeit ist, um wilde Pingus zu sehen…außerdem sind sie extrem scheu und kommen meist erst bei Sonnenuntergang an Land. Darum hatte ich mir vorsichtshalber schon vorab einen Platz in der Blue Penguin Gruppe gesichert…Zum halben Preis versteht sich…Wollen wir hoffen, dass das Geld auch wirklich in die Erhaltung dieser süßen und vor allem seltenen Tierart geht…Ich habe also Eintritt gezahlt, um zu sehen wie die blauen Pingus an Land watscheln…obwohl ich mir vorgenommen hatte, kein Geld fürs Tiere gucken zu bezahlen…aber es war es wert :) Nach einer Weile warten sah man wie sie immer im Dreierpack an Land kamen… Das Center hat den Weg so angelegt, dass sie ganz nah an der Plattform vorbeilaufen…Dabei werden sie vom Licht unterhalb der Plattform geleitet und merken dadurch offenbar auch nicht, dass Leute sie beobachten. Ich habe ein sehr lustiges Video und noch viel mehr verschwommene Fotos.

Albatross Junges Die Drei Verschwommenen

Samstag ging es dann auf meine erste Zugfahrt in NZ… die Taieri Gorge Railway…Von Dunedin bis Pukerangi und wieder zurück. Diese Fahrt auf alten Holzviadukten hinein nach Zentral Otago war ein schöner Abschluss für die Woche in Dunedin. In Pukerangi kam nochmal richtiges Mittelerdefeeling auf…

Sonntag fuhr ich dann wieder zurück nach Christchurch. Dabei hielt in noch an den Moreaki Boulders und in Oamaru. Ach ja, und ich versuchte hier wieder mal Yellow eyed penguins zu sehen…und nach fast 2 Stunden warten sah ich das schwarze Hinterteil im Wasser plantschen… Leider war er zu schnell (oder ich zu langsam^^), sodass ich ihn nur ganz kurz laufen hab sehen… aber immerhin :)

Oamaru waiting for the penguins

Nun war ich wieder 10 Tage bei meinen Freunden in CHCH wwoofen…Morgen geht’s wieder Richtung Nordinsel mit ein paar Stops…und guess what!!!:

Am 23.6. beginnt mein Job im Skigebiet am Mt. Ruapehu!!! Café Attendant in Whakapapa. Ich bin sehr glücklich über die Möglichkeit, in dieser Umgebung arbeiten zu dürfen… Freizeit wird dann auf der Piste verbracht… Ich bin sehr gespannt!

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